Demnächst wieder öffentliche Gottesdienste

Wir dürfen Sie wieder zu öffentlichen Gottesdiensten in der Kirche begrüßen. Darüber freuen wir uns.

Unser nächster Gottesdienst findet am Sonntag, 17. Mai 2020 um 10.00 Uhr in der Kirche in Trais-Horloff statt.

Natürlich müssen wir einiges berücksichtigen, damit wir die Gefahr einer Ansteckung mit COVID-19 so niedrig wie möglich halten.

Es dürfen sich in der Kirche nicht mehr als 25 Personen aufhalten. Damit Sie sich nicht auf den Weg machen, um dann an der Tür gesagt zu bekommen, dass Sie nicht mehr herein können, möchten wir Sie bitten, Ihren Besuch anzumelden.

Bitte rufen Sie dafür die folgende Telefonnummer an: 06402 – 6156.

Hinterlassen Sie dort bitte Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer. Wir müssen jeden Besucher schriftlich erfassen und die Daten für 21 Tage aufbewahren.

Vor Ort wird es dann weitere Hinweise geben. Denken Sie bitte daran, einen Mund-/Nasenschutz mitzubringen!

Wir freuen uns trotz dieser etwas gewöhnungsbedürftigen Umstände, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Ostern fällt nicht aus

„Stell Dir vor, es ist Ostern und Du feierst keine Gottesdienste.“ Noch vor ein paar Wochen hätte ich diese Aussage für eine abstruse Fantasterei gehalten. Ostern ohne Gottesdienste – was kommt als nächstes? Weihnachten absagen? Aber genau das ist es, was passiert ist. Ich bin Christ und Ostern ist für mich sichtbarer Ausdruck dessen, um was sich mein ganzer Glaube dreht. Jesus Christus ist gestorben am Kreuz und am dritten Tag auferstanden von den Toten. Und auch wenn ich jetzt ausgelacht werde: Das ist genau das, worauf auch ich hoffe – Auferstehung von den Toten. Dass also Ostern nicht auf übliche Weise gefeiert wird, ist für mich sehr schmerzhaft. Sie empfinden das vielleicht ähnlich.

Umso wichtiger ist es, diese Zeit ganz bewusst für mich zu Hause nachzuvollziehen. Normalerweise wird ja alles durch das große Ritual begleitet, das am Palmsonntag beginnt, Donnerstag dann die Feier des letzten Abendmahls, Karfreitag die Erinnerung an den Tod Jesu mit dem Ende der Orgelmusik, mit dem Ausbleiben des Glockengeläuts, mit dem Verlöschen der Kerzen in der trostlos ungeschmückten Kirche. Und dann! Die Auferstehung am Sonntag, das Wiedereinsetzen des Lebens mit all der wunderbaren kirchlichen Symbolik: Licht, Musik, feierlicher Gesang, Schmuck, Beieinandersein. All das muss diesmal ganz privat, in kleinem Kreis, stattfinden. Untergehen sollte es nicht.

Wenn Sie mitmachen wollen, hier ein paar Vorschläge:

Gehen Sie den Stationenweg, den Claudia Dörfler in Trais-Horloff aufgebaut hat.
Die letzte Station ist die Kirche. Holen Sie sich aus der Kirche eine Osterkerze ab. Sie stehen gleich vorne. Nehmen Sie diese Kerze mit nach Hause und zünden Sie sie an. Wenn Sie nicht in die Kirche kommen können, nehmen Sie eine andere Kerze zur Hand.

Lesen Sie in den nächsten Tagen die Passions- und Ostergeschichte in der Bibel! Im Markusevangelium, Kapitel 14 geht es los. Vielleicht machen Sie ein kleines Ritual daraus: Kerze anzünden, dazu sprechen: „Unser Herr Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Dann in der Bibel lesen. Vielleicht in Lied singen, ein Gebet sprechen (z.B. das Vaterunser).

Am Gründonnerstag konzentrieren Sie sich auf das Abendessen. Erleben Sie es ganz bewusst, vielleicht im engsten Kreis der Familie, vielleicht allein für sich. Wie dankbar können wir doch sein, dass wir leben und Nahrung haben.

Am Karfreitag um 15.00 Uhr werden in Trais-Horloff zum letzten Mal die Glocken läuten. Dazu passt folgender Text: Markusevangelium 15. Kapitel, Verse 20-39. Zur Lektüre könnte wieder die Kerze brennen.

Danach Grabesstille bis Ostersonntag. Löschen Sie die kleine Kerze bis Ostersonntag! Wenn Sie sie auspusten, denken Sie an Jesus! Es ist außerdem Usus, am Karfreitag auf Fleisch zu verzichten.

Am Ostersonntag um 5.30 Uhr werde ich in der Kirche die Osterkerze entzünden und dazu das Exsultet singen. Wenn alles klappt, können Sie ab 5.30 über das Internet dabei sein. (http://www.kirchetrais.de). Wenn die Glocken dann wieder läuten, zünden Sie Ihre Kerze wieder an und denken Sie an Jesus und daran, was er allen verheißt, die an ihn glauben: Rettung vom Tod und ewiges Leben! Der Herr ist auferstanden! Halleluja!

Ich hoffe, Sie feiern auf diese – oder eine andere Art – das Osterfest mit!

Alles Gute und Gottes Segen!
Pfr. Martin Möller

Stationenweg zur Passionszeit / Ostern

Ab Palmsonntag wird ein kleiner Stationenweg durch Trais-Horloff aufgebaut. An acht Stationen kann man sich auf Ostern einstimmen.

Stationen:

Station in der Kirche
  • Tanja Poschmann
  • Dörfler
  • Wiesner
  • Ulli Braun
  • Hensel
  • Lauer
  • Jânchen
  • Kirche

Alle sind eingeladen, sich auf den Weg in die Zeit vor 2000 Jahren zu begeben. Die Stationen bleiben bis Ostermontag aufgebaut.

Claudia Dörfler

Klick Dich Raus!

Klck Dich Raus

KLICK DICH RAUS! – Ganz ohne Ansteckungsrisiko. Für Jugendliche, die in Zeiten von Coronavirus unter Leute wollen. Jeden DIENSTAG ab 16.00 bei #Discord discord.gg/jN7QANK #discordapp #kirche @kirchetrais #digitalekirche #flattenthecurve #coronavirus #jugend #jugendarbeit

Bereitet Euch vor! (Geistliches Prepping)

von Pfr. Martin Möller

„Wir müssen uns vorbereiten!“, haben sie geschrieben. „Wir müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein!“

Noch vor ein paar Wochen haben wir über die „Prepper“ und „Doomsdayer“ köstlich amüsiert. Eine etwas seltsame Gruppe, die sich gerne vorbereitet. Und zwar auf das Schlimmste, vorzugsweise auf den Weltuntergang. Stolz präsentieren sie auf Youtube ihre angelgten Vorräte. Monatelang würden sie – zum Beispiel bei einem Nuklearkrieg – überleben. Ohne Hilfe von außen. Noch vor kurzem haben alle über ihre abseitigen Ideen gelacht. Heute lacht keiner mehr.

Stattdessen wird uns klar: Vorbereitung scheint eine ganz gute Sache zu sein.
Natürlich sagen wir ganz reflexartig: Auf dieses Szenario konnte man sich nicht vorbereiten. Weiß ich nicht so genau. Diese seltsamen Prepper waren in der Schlange im Supermarkt nicht zu sehen. Mir sind die richtig sympatisch geworden.

Außerdem habe ich so überlegt: Wir Christen sind ja auch Prepper. Gut, wir sind jetzt nicht so sehr an Klopapier und Hülsenfrüchten interessiert. Aber wir sind irgendwie geistliche Prepper: „Du musst im jetzigen Leben, … damit im ewigen Leben…“ Jesus war ein großer Freund des Prepping: Wir erinnern uns an das Gleichnis mit den Jungfrauen und ihren Lampen. Im Hier und Jetzt verantwortlich handeln, damit in der Zukunft nicht alles den Bach runter geht. Ist doch gar nicht so schlecht, die Idee.
Das ist nicht das einzige, was wir mit den Preppern gemeinsam haben: Auch über uns lacht man oft und mehr oder weniger herzlich.

Aber jetzt! Jetzt ist unser großer Moment da. Endlich stoßen wir mit dem Prepping auf offene Ohren. Denn jeder, der die Klopapierregale sieht, weiß: Prepping ist der Trend. Jetzt lacht keiner mehr. Ganz im Gegenteil: Der Spaß ist, wenn es um Nudeln und Hygieneartikel geht, vorbei. Vorbei, vorbei!

Und deshalb, liebe Brüder und Schwestern, ist der Moment da, unsere Botschaft deutlich zu sagen:

Geistliches Prepping: Bereitet Euch vor!

Bereitet Euch darauf vor, dass schon bald, ja, wir werden es noch erleben, das Leben wieder in gewohnten Bahnen weitergehen wird. Wir werden es noch erleben, dass die Clubs und Bars und Kinos und Kirchen wieder öffnen. Wir werden es noch erleben, dass sich das pulsierende Leben wieder in die Straßen ergießt, dass Spielplätze wieder gefüllt und Synoden wieder abgehalten werden. Wir werden es noch erleben, dass Shopping und Geld verdienen und Geschäftsreisen und Machen-Machen-Machen! wieder erlaubt sind. Wir werden es noch erleben, dass Nudeln und Klopapier wieder in den Regalen stehen und nicht mehr im Kassenraum bewacht werden müssen. Ja, all das und noch vieles mehr wird noch zu unseren Lebzeiten wieder zu sehen sein. Ihr dürft mich dereinst zitieren.

Bereitet Euch darauf vor! Ihr habt ja jetzt dazu ein wenig Zeit. Mal in Euch zu gehen, mal zu überlegen, welche Richtung das Leben so nehmen soll, mal zu überlegen, was für eine Art von Mensch ihr eigentlich sein wollt, mal ein Gespräch mit Gott zu suchen über Gott und die Welt, mal darüber nachzudenken, welche Verantwortung jeder einzelne trägt für das große Ganze und für sich.

Und all das solltet Ihr jetzt – ganz schnell – erledigen, denn: – Die Zeit ist nahe, liebe Brüder und Schwestern, wo alles wieder so sein wird – wie immer.